Mit Mobile Advertising private soziale Netzwerke erreichen

Mobile AdvertisingMobile Advertising ist gefragt: Fast jeder Smartphone-Nutzer hat WhatsApp installiert – und eine Menge Kontakte. Und für die interessieren sich werbetreibende Firmen. Eine Schnittstelle zwischen WhatsApp-Nutzern und Vermarktern bildet das Portal „Interestshare“.

Mobile Advertising – Vergütung erfolgt nach Klicks

Das Prinzip ist einfach: Firmen veröffentlichen interessante und professionell aufbereitete Beiträge zu Oberthemen wie „Technik“, „Lifestyle“, „Sport“, „Freizeit“ bei Interestshare. Wer am Partnerprogramm teilnehmen möchte, meldet sich an und sucht sich passende Artikel oder Posts zum Weiterempfehlen aus. Sie erhalten eine Vergütung per Klick – je mehr, desto besser für das Portemonnaie.

Mobile Advertising auch über andere Social-Media-Kanäle

Der Auftraggeber für die Kampagne legt fest, auf welchen sozialen Netzwerken empfohlen werden soll. Neben WhatsApp und Facebook werden oft auch Twitter, Instagram, Snapchat, Google+, Linkedin und viele andere akzeptiert. Die Kampagnen müssen über einen Button aus dem Portal geteilt werden. Viele Personen nutzen bereits diese Möglichkeit, mit ihrem Handy auf einfache Weise Geld zu verdienen. Ab einer Höhe von 30 Euro wird das Guthaben ausgezahlt.

Beiträge und Posts sind nur schwer als PR zu erkennen

Dass es sich um verkappte Werbung handelt, ist schwer zu erkennen, denn Interestshare ist als Online-Magazin aufbereitet. Und seriös wirkende Medien gelten immer noch als glaubwürdige Informationsquelle. Die Texte sind flüssig geschrieben und entsprechen journalistischen Kriterien. Das gleiche gilt für die Bilder und die Gesamtgestaltung. Verantwortlich für die Inhalte und das Hochladen sind die Werbetreibenden. Sie buchen Webspace, in dessen Rahmen sie ihre Kampagnen gestalten. Die Beiträge können als Artikel, Bild, Bild und Text, nur Text, Video und Banner hochgeladen werden. Ausgeschlossen sind Kampagnen mit pornografischen oder diffamierenden Inhalten.

Mobile Advertising wirkt durch glaubwürdige Micro-Influencer

Das Konzept der Betreiber fußt auf der Säule der Glaubwürdigkeit. Die werbliche Kommunikation über Micro-Influencer ist deshalb so wirksam, weil die Inhalte in einem privat anmutenden Umfeld verbreitet werden. Der Absender gilt innerhalb seines Netzwerks als vertrauenswürdiger „Freund“, dessen Empfehlung eher gefolgt wird als beispielsweise einer deutlich erkennbaren Anzeige. Darüber hinaus kann die Reichweite einer solchen Kampagne enorm hoch sein und sich viral wie ein Lauffeuer verbreiten.

Wer etwas empfiehlt, wird daran gemessen

Die Teilnehmer des Partnerprogramms können sich frei aussuchen, welche Kampagnen sie weiterempfehlen. Denn sie stehen in ihren Netzwerken für ihren Tipp gerade. So reduziert sich das Risiko, Kontaktpersonen zu brüskieren und die eigene Glaubwürdigkeit zu verlieren (Motto: „Du willst ja nur Geld mit mir verdienen!“). Für Unternehmen, die ihre Botschaften viral verbreiten möchten, ist das Konzept hochinteressant. Selbst wenn es auf der Naivität Vieler aufbaut. Doch wer will hier den moralischen PR-Zeigefinger heben? (Birgit Lutzer)

Mobiles Arbeiten – 4.0 vom Pool aus

Mobiles ArbeitenMobiles Arbeiten bedeutet Freiheit. Mitarbeiter können zeitunabhängig von jedem Ort der Welt aus für ihren Job aktiv sein. Sogar vom Swimming-Pool aus. Und Firmen sparen zum Beispiel Büromiete. Doch warum nutzen erst 50 Prozent der Unternehmen diese Möglichkeit? Antworten gibt Unternehmensberater Eckhard Eyer. Der Inhaber der Ockenfelser Unternehmensberatung „Perspektive Eyer Consulting“, ist u. a. Experte für die Entwicklung und Umsetzung von Führungs- und Entgeltsystemen. Einen wichtigen Kompetenz-Schwerpunkt des Fachbuchautors bilden die arbeitsorganisatorischen und rechtlichen Folgen von 4.0.

Kommt mobiles Arbeiten nur für wenige Firmen in Frage?

Der Grund für die Zurückhaltung könnte an der Art der Berufe liegen. Klassiker des mobilen Arbeitens sind einer wissenschaftlichen Studie* zufolge Jobs in Marketing, Vertrieb und Beratung. Doch 4.0 bietet weitaus mehr Einsatzmöglichkeiten, die bereits genutzt werden: In Krankenhäusern und bei Hausbesuchen führen Ärzte Tablet-gestützte Patientengespräche durch. Piloten tragen einen „elektronischen Koffer“ mit Handbüchern, Wetterkarten und Navigationshilfen bei sich. Auch Maschinen lassen sich zum Beispiel cloudgestützt aus der Ferne mit dem Smartphone steuern und warten.

Auch wenn die Katze im Büro ist, tanzen die Mäuse auf dem Schreibtisch

Der Diplom-Ingenieur und Diplomkaufmann hat einen Erklärungsansatz für die Zurückhaltung vieler Firmenchefs und Mitarbeiter in Bezug auf mobile Arbeitsplätze: „Die Führungskräfte haben Angst vor Kontrollverlust. Sie befürchten, ein Mitarbeiter im Homeoffice könnte wegen der verlockenden Freiheit nicht die gleiche Leistung erbringen wie im Büro.“ Eyer weist darauf hin, eine Person, die dem Vorgesetzten auf der Nase herumtanzen wolle, könne dies auch vom firmeneigenen Arbeitsplatz aus. „Es finden sich durch die technischen Möglichkeiten immer Wege, unentdeckt privat zu surfen, zu kommunizieren oder sogar parallel für andere Auftraggeber tätig zu sein.“

Mobiles Arbeiten – zwei Wege können aus dem Dilemma führen

Der Unternehmensberater sieht zwei wesentliche Ansatzpunkte, um mit dieser Situation umzugehen: die Festsetzung von festen Leistungspaketen bzw. Zielen und die emotionale Bindung der Mitarbeiter an die Firma. Von juristischer Bedeutung sei beim Weg mit den „Leistungspaketen“ die Art des Arbeitsvertrags. Während ein Werkvertrag auf die Erbringung einer bestimmten Leistung abgestellt wäre, räume ein Dienstvertrag dem Unternehmer Anspruch auf die Arbeitszeit der Beschäftigten ein. „Es ist auch bei einem Dienstvertrag notwendig, wenigstens Teile daraus in Form von Leistungen festzuschreiben – oder diese in einer  Zielvereinbarung zu fixieren“, betont Eyer.

Skepsis gegen mobiles Arbeiten besteht auch auf Seiten der Mitarbeiter

Der 4.0-Experte mit REFA-Hintergrund nennt das Beispiel von Großunternehmen, die ihren Mitarbeitern für bestimmte Tätigkeiten fest zwei bis drei Tage pro Woche im Homeoffice anbieten. „Doch dies wird oft nicht annähernd ausgeschöpft. Die Leute wollen lieber vor Ort sein.“ Diesem Verhalten liege ebenfalls eine Angst zugrunde: „Sie befürchten, abgehängt zu werden.“ Wer in der Ferne weile, verpasse den „Flurfunk“ und andere informelle Gespräche. Die persönliche Begegnung mache es darüber hinaus einfacher, nutzbringende Beziehungen zu knüpfen. Und: „Sind alle in der Firma, ist es möglich, sich spontan zu einem Meeting zusammenzusetzen.“ Selbst wenn es Skype und andere Online-Konferenzprogramme gebe: „Es ist etwas anderes als das direkte Zusammentreffen.“

Transparenz und Vertrauenskultur sind die Basis für mobiles Arbeiten

Damit die Vorbehalte beider Parteien – Führungskräfte und Mitarbeiter – beseitigt werden können, ist Eyer zufolge Transparenz und eine positive, von Vertrauen getragene Beziehung förderlich. „Dabei ist bei der mobilen Arbeit die Führung auf Distanz zu berücksichtigen.“ Dies erfordere auch eine Definition von Leistung und Arbeitszeit im Licht der neuen Arbeit und der neuen Bedingungen ihrer Ausgestaltung. „In den Prozess der Gestaltung der mobilen Arbeit ist der Betriebsrat rechtzeitig und angemessen einzubeziehen, damit er die zukunftsweisenden Entwicklungen erkennen und mitgestalten kann. Es wäre fatal, wenn er diese Entwicklungen blockiert, weil er sie – aus mangelnder Kenntnis – nicht mittragen kann. “

Um die persönlichen Bindungen innerhalb des Unternehmens zu stärken, können die Verantwortlichen die Belegschaft oder Teile davon öfter einmal zu Meetings mit Event-Charakter zusammenführen. Bei diesen sollte neben einem spannenden Programm Raum für zwischenmenschliche Begegnungen und Mitarbeiterbindung sein. Eyer: „Darüber hinaus sind regelmäßige persönliche Gespräche zwischen Führungskraft und Mitarbeitern nötig.“ Eine wertschätzende Atmosphäre sei dabei ebenso wichtig wie das Anknüpfen an den Stärken des Mitarbeiters. Der Unternehmensberater ist zuversichtlich: „Gelingen das Führen auf Distanz und die Integrierung von auswärts tätigen Mitarbeitern, ist das mobile Arbeiten eine wertvolle Option für beide Seiten.“ (Birgit Lutzer)

*Befragt wurden 680 Entscheidungsträger aus Unternehmen zum mobilen Arbeiten. Auftraggeber der wissenschaftlichen Erhebung ist die spring Messe Management GmbH. Die Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP) und das Büro für Arbeits- und Organisationspsychologie (bao GmbH) führten Interviews und Auswertung durch. Quelle für die Studie „Mobiles Arbeiten“: http://www.dgfp.de/assets/news/2016/Ergebnisbericht-Studie-Mobiles-Arbeiten.pdf, Zugriff am 14.06.2017

Über Dipl.-Ing. Dipl.-Kfm. Eckhard Eyer

Mobiles ArbeitenJahrgang 1958, studierte er Maschinenbau in Kaiserslautern und Be­triebs­wirt­schafts­lehre in Mann­heim. Er ar­bei­tete zu­nächst bei den SKF Kugel­lager­fabri­ken in Schwein­furt und an­schließend bei der G. M. PFAFF AG, Kai­sers­lautern. Von Januar 1989 bis Juni 1997 war er wissen­schaft­licher Mitar­beiter des Instituts für angewandte Arbeits­wis­sen­schaft e. V., Köln, im Fachbereich Ent­gelt­ge­stal­tung. Eckhard Eyer ist Inhaber der Unternehmensberatung „Perspektive Eyer Consulting“, Ockenfels, mit den Arbeits­schwer­punk­ten: konzep­tio­nelle Bera­tung von Unter­neh­men bei der Ent­wick­lung und Um­set­zung von Füh­rungs- und Ent­gelt­syste­men sowie dem Ab­schluss von Be­triebs­ver­ein­ba­run­gen und Haus­ta­rif­ver­trä­gen. Er berät Arbeit­geber­ver­bände und Gewerk­schaf­ten bei der Ge­stal­tung von Ent­gelt­tarif­ver­trä­gen. Neben seinen lang­jäh­ri­gen Er­fah­run­gen in der Wirt­schaft hat er sich in den letz­ten Jah­ren auch einen Na­men als Ver­gütungs­be­ra­ter in der Sozial- und Gesundheitswirt­schaft ge­macht. Zu den oben ge­nann­ten The­men führt er über­be­trieb­li­che und be­trieb­li­che Work­shops und Semi­nare durch und ist Lehr­be­auf­trag­ter an der Uni­ver­si­tät Trier.

Karriere machen mit Jörg Konrad Unkrig

Karriere machen möchten viele. Doch wer setzt sich durch im Stellenpoker? Und welche Eigenschaften bzw. Kompetenzen benötigen Führungskräfte? Der Trainer, Coach und Berater Jörg-Konrad Unkrig geht diesen und anderen Fragen in seinem Blog auf den Grund. Die meisten Artikel stammen von ihm und ausgewählt von Gastautoren. Auch am ersten WorkScout-Sammelband „Mit Biss ins Business“ ist er mit zwei Aufsätzen beteiligt.

Karriere machen – das funktioniert nur mit gutem Zeitmanagement

In seinem Blogbeiträgen geht es um die innere Einstellung zu sich selbst und zum Thema „Erfolg“. Unkrig beschreibt sehr abwechslungsreich, wie ein Opfertyp genau diese Rolle verlassen und sich ans Steuer seines Lebens setzen kann. Er nimmt die Aufschieberitis aufs Korn und empfiehlt sehr lebensnah, die eigene Zeit mehr zu schätzen und besser zu nutzen. Beispiele:

  • „Schalten Sie die Benachrichtigung eingehender Mails ab und schauen Sie nur drei bis fünfmal pro Tag in ihr Mailkonto, am besten zu festgelegten Zeiten.“
  • „Kommunikation Face to Face ist häufig effektiver und hat mehr Qualität als Meetings mit einer Vielzahl von Zuhörern.“
  • „Wenn Sie etwas sofort und innerhalb fünf Minuten erledigen können? Tun Sie es sofort und schieben Sie es nicht auf!“

Ansprechend an den Blogbeiträgen sind die gute Lesbarkeit, die zackig eingesetzte Umgangssprache an den richtigen Stellen und der wohl dosierte Humor. Sehr lebendig wirkt das ganze durch die zahlreichen Kommentare.

Karriere-Tipps von einem professionellen Besserwisser

Bemerkenswert ist die Rubrik „Besserwissen“. Darin findet sich eine bunte Zusammenstellung nützlicher Hinweise, die irgendwann mal wichtig sein können. Dazu gehört ein FAQ rund um die Firmenfeier ebenso wie Gesundheitstipps, Gedächtnistrainings-Empfehlungen und Ratschläge zur Mitarbeiterführung.

Unkrigs eigene Erfahrung blitzt immer wieder durch

An der Themenauswahl ist zu spüren, dass der Verfasser über eine langjährige Fach- und Führungserfahrung verfügt. Nach langjähriger Tätigkeit bei der Polizei – zum Schluss in der obersten Führungsriege – wählte er 2016 den Weg in die Selbstständigkeit als Kommunikationscoach und Führungskräfte-Trainer. Zusammen mit einem Netzwerk kompetenter Partner unterstützt er Firmen, ihre Teams und einzelne Mitarbeiter bei der individuellen Weiterentwicklung. (Birgit Lutzer)

Mit Biss ins Business – erster WorkScout-Sammelband

Mit Biss ins BusinessMit Biss ins Business – der erste WorkScout-Sammelband ist erschienen. Er richtet sich an Berufseinsteiger/innen, Personen, die wieder einsteigen oder sich weiterentwickeln möchten. Auch erfahrene Berufstätige sind durch diesen Sammelband mit 30 Aufsätzen rund um Business, Beruf und Karriere angesprochen. Mitgewirkt haben 16 Fachleute, die Beiträge WorkScout.biz veröffentlicht haben. Chefredakteurin Dr. Birgit Lutzer hat die am meisten geklickten, thematisch passenden Beiträge zu diesem informativ-unterhaltsamen Ratgeber zusammengestellt. Die Kurzprofile aller Mitwirkenden mit Kontaktdaten finden sich im Anhang.

Mit Biss ins Business – was heißt das eigentlich?

Es geht zum Beispiel um die Frage, ob schöne Menschen es leichter im Beruf haben. Oder um Bewerbungsmappen, die nach Rauch oder billigem Parfüm riechen. Und natürlich sind Businesskontakte das A und O bei der Karriereplanung. Doch wie baut man ein Netzwerk auf, ohne sich anzudienen?

Mit Biss ins Business – der Inhalt

  1. I (don’t) like Mondays (Jörg Konrad Unkrig)
  2. Wenn die Mappe nach Rauch riecht (Birgit Lutzer, Experte Dirk Kremer)
  3. Warum ist Finanzkompetenz wichtig? (Mike Warmeling)
  4. Positiv ins Vorstellungsgespräch gehen (Edda Möllers)
  5. In fremden Schuhen laufen (Suzana Janosevic)
  6. Finanzieller Erfolg ist Einstellungssache (Mike Warmeling)
  7. Expertenstatus durch Veröffentlichungen (Birgit Lutzer)
  8. Führen Sie ein Erfolgstagebuch (Michael Noetzelmann)
  9. Netzwerkpflege leicht gemacht (Stéphane Etrillard)
  10. Erklären psychologisch gesehen (Birgit Lutzer)
  11. Neuer Job durch Kreativitätstechniken (Birgit Lutzer, Experte Lars Rominger)
  12. Wenn die Kinder „flügge“ sind (Christa Gerwing)
  13. Reich und berühmt durchs eigene Buch??! (Birgit Lutzer)
  14. Mit 50+ auf Jobsuche (Birgit Lutzer, Experte Stéphane Etrillard)
  15. Wer sich selbst alt findet, wirkt alt!“ (Birgit Lutzer, Experte Andreas T. Hensing)
  16. Planlos auf der Karriereleiter??? (Jörg Konrad Unkrig)
  17. Grundprinzipien des Networkings (Stéphane Etrillard)
  18. Technolatein verständlich machen (Birgit Lutzer)
  19. Keine Angst vorm „Terminator“ (Lars Pielemeier)
  20. Der Kunde im Mittelpunkt: Werbetexte (Birgit Lutzer)
  21. Einfach überzeugend argumentieren (Birgit Lutzer)
  22. Redetipps von Martin Luther (Birgit Lutzer)
  23. Mehr in weniger Zeit lesen (Birgit Lutzer, Experte Christian Peirick)
  24. Achtung, Flirt-Falle im Job (Birgit Lutzer, Expertin Suzana Janosevic)
  25. Machen schöne Menschen leichter Karriere? (Birgit Lutzer)
  26. Neid vermeiden ist gesund! (Michael Noetzelmann)
  27. Falscher Clown oder ehrliche Haut? (Birgit Lutzer)
  28. Von Wolfgang zu Andrea: Transouting (Birgit Lutzer)
  29. Auch die Verpackung zählt! (Birgit Lutzer)
  30. Job-Tandem (Karen Cabek, Expertinnen Roswitha Obermann, Elina Zobel)

Bibliografische Angaben:

Broschiert: 214 Seiten
Verlag: Shaker Media; Auflage: 1 (28. April 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956315634
ISBN-13:

Einfühlsamkeit statt Ellenbogen

EinfühlsamkeitEinfühlsamkeit bringt mehr für die Karriere als Ellenbogen. Kommen Sie schnell in echten Kontakt mit anderen, stehen Ihnen viele Türen offen. Und Herzen – nämlich dann, wenn Sie Ihren Mitmenschen selbstbewusst mit Akzeptanz und Einfühlungsvermögen entgegen treten. Doch lässt sich eine solche Einstellung „durch Knopfdruck“ erzeugen? Ein Gastbeitrag von Suzana Janosevic.

Die meisten Menschen tragen eine professionelle Maske, hinter der sie sich selbst und ihre eigentlichen Gedanken verbergen. Dadurch entstehen zuweilen Missverständnisse und negative Gefühle auf beiden Seiten. Ein altes indianisches Sprichwort sagt sinngemäß: „Urteile nie über einen anderen, bevor du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gegangen bist.“ Setzen Sie diese Erkenntnis um, treten Sie auch unangenehmen Personen zukünftig gelassen und wohlwollend entgegen. Sie werden überrascht sein, dass sich hinter mancher „Zicke“ und manchem „arroganten Schnösel“ doch ein netter Mensch verbirgt.

Einfühlsamkeit – was genau ist das?

Es geht bei Einfühlsamkeit um die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Es geht darum, sie zu verstehen – die Welt oder eine bestimmte Situation zumindest für einen Moment aus ihren Augen zu sehen. Im Unterschied dazu können wir freundlich zu einem Gesprächspartner sein, auch wenn er uns vollkommen fremd ist und wir kein Interesse daran haben, ihn zu verstehen. Auf Basis einer eigenen, wohlgesonnenen Stimmung senden wir unserem Gegenüber Signale, die ihm das Gefühl geben, dass wir ihn akzeptieren und schätzen. Freundlichkeit kann echt oder gespielt sein. Denken Sie beispielsweise an das teilweise aufgesetzte Lächeln von Hotelangestellten, die die schwierige Aufgabe haben, jeden Gast herzlich zu begrüßen.

Statt Einfühlsamkeit gespielte Freundlichkeit

In Firmen ist die Belegschaft dazu angehalten, Kunden einen „freundlichen Service“ zu bieten. Hat ein Kunde das Gefühl, von einem netten Menschen gut betreut zu werden, wird er wieder kaufen oder die Dienstleistung in Anspruch nehmen. Und davon leben die meisten Unternehmen und Freiberufler. Doch wie ist der Zusammenhang zwischen Einfühlungsvermögen und Freundlichkeit? Wer mitempfindet, was ein anderer gerade erlebt, kann dessen Verhalten besser nachvollziehen und ihm echte von Herzen kommende Freundlichkeit entgegen bringen. Wenn ich weiß, dass der jüngste Sohn des Chefs gerade mit einer schweren Krankheit in einer Spezialklinik liegt, verliert eine geschnauzte Rüge für einen kleinen Fehler an Verletzungspotenzial. Doch nicht immer ist es möglich, die genauen Hintergründe für die emotionale Befindlichkeit eines anderen zu ermitteln. Für eine positive Begegnung reicht es jedoch aus, das, was sich hinter der Fassade verbirgt, intuitiv zu erspüren.

Was ist, wenn die eigene Einfühlsamkeit „Urlaub“ hat?

Doch nicht immer haben wir das gleiche Maß an Sensibilität. Belastet uns selbst etwas, kreisen wir gedanklich darum, statt uns auf das Gegenüber zu konzentrieren. Unsere Stimmung wirkt sich direkt auf unser Einfühlungsvermögen und damit auch auf unsere Beziehungen zu anderen aus. Und jetzt gibt es eine gute Nachricht: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es möglich ist, die eigene Stimmung positiv zu beeinflussen.

Werkzeuge zur Steuerung der Gefühle

Es gibt mehrere wirksame Instrumente, um die eigenen Emotionen zu steuern. Fachleute bezeichnen deren Anwendung als „Stimmungsmanagement“. Das bedeutet: Ab sofort sind wir unserer eigenen schlechten Laune nicht mehr hilflos ausgeliefert.

  • Körpersprache einsetzen
  • Atemtechnik
  • Innere Leitsätze
  • Achtsamkeit
  • Selbstakzeptanz
  • Wahrnehmung der eigenen Gefühle

Mehr Informationen zu den einzelnen Instrumenten:

Nonverbale Kommunikation

Die Körpersprache dient in der menschlichen Gesellschaft dazu, den Inhalt von Äußerungen zu unterstützen, wörtliche Rede zu ersetzen, Gefühle auszudrücken, Einstellungen anderen Menschen gegenüber kund zu tun und etwas über die eigene Person mitzuteilen. Wenn die sprachlichen Äußerungen eines Gesprächspartners von den Körpersignalen abweichen, haben wir das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Nichtsprachliche Signale wirken immer stärker als Gesagtes. Nicht umsonst heißt es: „Der Körper kann nicht lügen.“

Atemtechnik

Unsere Lungenbläschen sind eng von den Fasern des vegetativen Nervensystems umgeben. Diese steuern über das Mittelhirn zahlreiche Körperfunktionen, die keiner bewussten Entscheidung unterliegen, sondern quasi automatisiert ablaufen. Dazu gehören das Herz-Kreislaufsystem, der Herzschlag, der Blutdruck und auch die Stimmung. Dehnen sich die Lungenbläschen bei tiefen Atemzügen aus, senden die Fasern Impulse an das vegetative Nervensystem. Dadurch wird der gesamte Organismus beeinflusst. Ein Entspannungsgefühl macht sich bei kontinuierlich tiefer Bauchatmung breit. Der Puls sinkt. Der Einfluss der Atmung zeigt sich insbesondere in Stress-Situationen: Wer aufgeregt ist, atmet unregelmäßig und verkrampft. Manche Menschen verfallen sogar in eine hechelnde, oberflächliche Schnappatmung. Zwingen Sie sich in solchen Situationen, tief in den Bauch zu atmen, sinkt der Stresspegel.

Innere Leitsätze

Kennen Sie Ihre inneren Selbstgespräche? Bei vielen Menschen sind diese sehr entmutigend. Ist Ihr Geist mit den positiven, selbstbejahenden Sätzen erfüllt, ist kein Raum mehr für destruktive, zerstörerische Gedanken. Durch das häufige Wiederholen der Sätze werden unsere Gedanken umprogrammiert. Gleichzeitig ändern sich Gefühle und Verhalten.Achtsamkeit

Achtsamkeit

Unter „Achtsamkeit“ wird eine akzeptierende, offene Haltung gegenüber allen Wahrnehmungen des gegenwärtigen Augenblicks verstanden. Es ist dabei wichtig, wertungsfrei und gelassen gegenüber äußeren Ereignissen, körperlichen Vorgängen, aber auch gegenüber Gedanken, Gefühlen, Phantasien und Erinnerungen zu bleiben. Diese Ausrichtung auf die Erfahrung im gegenwärtigen Moment übt eine beruhigende Wirkung aus.

Im Hier und Jetzt leben

Konzentrieren Sie sich in Ihrem Erleben und im Aufnehmen von Sinneseindrücken auf das Hier und Jetzt, haben Sie eine direkte Verbindung mit der gegenwärtigen Welt. Begegnen Sie einem anderen Menschen wie beispielsweise einem Kunden oder einem Kollegen, sollten Sie sich mental ganz auf ihn einlassen. Nur so können Sie erfahren und erspüren, wie er sich gerade fühlt, was seine Ziele und was seine Bedürfnisse sind. Auf diese Wahrnehmungen können Sie dann entsprechend reagieren.

Selbstakzeptanz

Wer sich selbst mag und sich mit der eigenen Person angefreundet hat, kann selbstbewusster, entspannter und freundlicher auf andere Menschen zugehen. Niemand wird mit der Fähigkeit zur Selbstannahme und Selbstliebe geboren: Sie muss erworben werden – auch im Erwachsenenalter noch. Es geht darum, sich selbst ein Freund/eine Freundin zu werden. Eine Freundschaft zwischen zwei Menschen muss sich entwickeln, muss wachsen. Ebenso kann die Selbstannahme gepflegt werden. Das bedeutet, sich selbst so zu behandeln, wie Sie von einem guten Freund bzw. einer guten Freundin behandelt werden möchten.

Wahrnehmung der eigenen Gefühle

Möchten Sie Ihr Einfühlungsvermögen verbessern, geht es zunächst darum, sich auf Ihre eigenen Emotionen zu konzentrieren. Das ist gar nicht so einfach, insbesondere dann, wenn Sie gerade aufgewühlt sind. Der Schlüssel zu einem bejahenden, freundlichen und akzeptierenden Umgang mit anderen ist das Wieder-Fühlen-Lernen. Denn in der Kindheit lernen die meisten Menschen, ihre Emotionen zu unterdrücken.

Beobachten und Schlussfolgern statt Trichter-Lernen

Beobachten

 

 

 

 

 

 

 

 

Wirkungsvoller als der „Nürnberger Trichter“ ist das Lernen durch Beobachten und Schlussfolgern. Diese Technik gehört zu den frühen Errungenschaften der Menschheit. Wissenschaftler betrachteten Natur-Vorgänge, Menschen oder Tiere und leiteten daraus Modelle, Theorien und Gesetze ab. Heute vermitteln wir nur noch die Resultate der damaligen langwierigen und intensiven Gedankenprozesse. Ein Gastbeitrag von Lars Rominger.

Oft nur noch wenig Raum haben wissenschaftliche Experimente, in denen die Lernenden ihre eigenen Schlussfolgerungen ziehen. Ein Beispiel aus der Naturwissenschaft ist das Wasser. In den Lehrbüchern wird das Wassermolekül abstrakt als eine gewinkelte Strukturformel darstellen und zusätzlich noch den Winkel zwischen den beiden Wasserstoffatomen von  ca. 104 Grad (°) einzeichnen.

Das Lernen durch Beobachten hat nur noch einen geringen Stellenwert

Beobachten

Diese gewinkelte Struktur ergibt sich aus den zwei nicht bindenden Elektronenpaaren, die das Sauerstoffatom besitzt. Die Sauerstoff-Teilchen besitzen eine Elektronegativität von 3,5 („delta“; δ-). und Wasserstoff von 2,1. („delta“; δ+). Aus der gewinkelten Struktur und den unterschiedlichen Elektronegativitätswerten von Sauerstoff und Wasserstoff ergibt sich ein negativer Ladungsschwerpunkt auf der Seite des Sauerstoffs und ein positiver Ladungsschwerpunkt auf der anderen Seite beim Wasserstoff. Das bedeutet: Wassermoleküle sind somit ein Dipol bzw. Dipolmolekül (Zweifachpol). Oder auf gut Deutsch: elektrisch geladen.

Dadurch verkommt zum Beispiel die Schule zur Reproduktionsmaschinerie. Am Tag X wird etwas gelernt und am Tag Y werden diese Inhalte reproduziert. Manche Fachleute sprechen sogar zynisch vom „Bulimie-Lernen“. Ohne tieferes Verständnis oder auch Engagement lernen die Schüler/innen Prüfungsstoff auswendig, um ihn in der Prüfung oder Klausur wieder herauszuwürgen. Anschließend gerät alles wieder in Vergessenheit. Eine solche, durch das System geforderte Leistung hat wenig mit Intelligenz zu tun.

Lernen durch Beobachten fördert Ich-Beteiligung

Das Lernen durch Beobachtung funktioniert auch beim Wasser. Die Schüler sollen mit einem starken Magnetstab zu einem Wasserhahn gehen und das Wasser laufen lassen. Sie werden beobachten, dass der Strahl zum Magnetstab gelenkt wird. Anschliessend sollen sie überlegen, wie sich dieses Phänomen erklären lässt. Das Ergebnis einer solchen Vorgehensweise: Zunächst haben die Schüler eine höhere Ich-Beteiligung (Involvement), denn sie werden aktiv. In der Regel wird unter „Involvement“ die wahrgenommene Wichtigkeit eines Produktes, einer Handlung oder einer Information durch eine/n Adressaten verstanden – als Ergebnis eines kognitiven Bewertungsprozesses.

Damit Lehrinhalte für die Teilnehmer/innen eine hohe Bedeutung haben, müssen sie die Erkenntnis als Resultat ihrer eigenen Aktivität wahrnehmen. Einigkeit besteht unter Naturwissenschaftlern darin, dass das Beobachten eine zielgerichtete, theoriegeleitete Aktivität ist. Denn die lernende Person trifft Entscheidungen darüber, was sie ins Zentrum ihrer Aufmerksamkeit rückt und wie die Wahrnehmung interpretiert werden muss.

Die Lehrperson wird zum Lern-Ermöglicher

Als sehr wichtig für den Lernerfolg in der Erwachsenenbildung wird von Erziehungswissenschaftlern wie Arnold die Teilnehmerorientierung angesehen. Sie fusst auf der „Ermöglichungsdidaktik“, einem Lehr-/Lernansatz, der sich gegen dauerhaften Frontalunterricht wendet. Arnold fordert, die Lehrperson solle ihre Inhalte an den jeweiligen Teilnehmerkreis angepasst präsentieren und ihre Kommunikation auf das „Zulassen und Ermöglichen von Lernprozessen“ richten.[1] Das bedeutet, dass die Teilnehmenden von der Lehrperson Informationen und Angebote bekommen, anhand derer sie sich die für sie wichtigen Lerninhalte selbst erschliessen können. Die Lehrperson hat also in bestimmten Seminarteilen eher die Rolle eines Lernbegleiters.

Eigenständiges Lernen mit dem Rominger-Laborkoffer

Durch eine solche Herangehensweise würden auch der Schulunterricht – oder gewisse „verschulte“ Hochschul-Lehrveranstaltungen wesentlich lebendiger. Die dialogische, mit Experimenten angereicherte Struktur macht das Lernen zu einer attraktiven Entdeckungsreise. Das Fach „Chemie“ beispielsweise zählt zu den unbeliebten Fächern. Ein guter Chemielehrer muss dafür besorgt sein, dass sein Fach einen gebührenden Platz im Gedächtnis eines Studenten einnimmt. Um diesem die Arbeit zu erleichtern, ist der Rominger-Laborkoffer ein geeignetes Instrument. Das transportable Mini-Labor basiert auf dem Lehrbuch „Qualitative Kunststoffanalytik“, das selbst Teil seiner Ausstattung ist. Neben einer Grundausstattung enthält der Koffer eine Schutzbrille, Schutzhandschuhe, entmineralisiertes Wasser sowie Analyse-Software. Mit diesen Utensilien kann er als Klein-Labor für Disziplinen wie die Allgemeine Chemie, Biologie, Physik und andere genutzt werden.

[1]Arnold, R. (2010): Systemtheoretische Grundlagen einer Ermöglichungsdidaktik. In: Arnold, R./Schüssler, I. (Hrsg.): Ermöglichungsdidaktik. Baltmannsweiler, 2. Aufl. S. 14 – 36

Auch Handwerksbetriebe brauchen eine überzeugende Website

Überzeugende WebsiteEine überzeugende Website ist heutzutage auch für Handwerksbetriebe wichtig. Denn mögliche Kunden recherchieren oft im Internet, bevor sie Kontakt aufnehmen. Doch was ist, wenn im laufenden Geschäft keine Zeit ist, sich mit dem Thema zu befassen?

Wer eine individuelle Website haben möchte, muss investieren

Dienstleister für Websites gibt es wie Sand am Meer. Das Einholen verschiedener Angebote lohnt sich also. Und dem Handwerker muss klar sein, was sich hinter den einzelnen Posten der Leistungsaufstellung technisch verbirgt. Der Anbieter sollte in der Lage sein, sein Angebot laiengerecht zu erklären. Bis eine in Auftrag gegebene Website fertig ist, kann es manchmal etwas länger dauern. Doch das Warten lohnt sich, wenn das Ergebnis ansprechend ist.

Eine überzeugende Website gibt es auch im Handumdrehen

Daniel Fratzscher, Geschäftsführer der Berliner WSO Web.Systems GmbH, hat sich etwas Besonderes einfallen lassen: Bei seiner Firma können Handwerker per Mausklick eine für ihr Gewerk passende, vorgefertigte Website einschließlich Bildern und Texten bestellen. Es stehen verschiedene Designs zur Auswahl. In diese werden Logo und Kontaktdaten eingefügt – fertig.

Eine überzeugende Website bringt Sympathiepunkte

Der Internet-Dienstleister erläutert, was alles zu einer überzeugenden Website gehört. Fratzscher: „Zunächst ist wichtig, dass man sich leicht zurechtfindet. Außerdem sollten Fotos und Abbildungen professionell wirken – und an das jeweilige Gewerk angepasst sein.“ Er betont, dies sei bei seinen Angeboten garantiert. „Die Bildrechte für unsere Fotos haben wir erworben. Wenn der Auftraggeber möchte, kann er natürlich seine eigenen verwenden. Oder er greift auf Datenbanken wie Fotolia oder Pixabay zu.“ Doch zu den ansprechenden Blickfängen müssen auch Texte kommen, die es zuweilen in sich haben.

Suchmaschinenoptimierte Texte sorgen für Auffindbarkeit

„Mit holperig formulierten Botschaften können Sie keine Punkte machen.“ Doch auch für die Auffindbarkeit durch Suchmaschinen wie Google kommt es auf passend formulierte Sätze und bestimmte Schlagwörter an. Auch darum kümmern sich die Kreativen von WSO Web-Systems. „Alle Texte werden von unserer Onlineredaktion entsprechend angepasst. So erreichen wir, dass die Handwerker-Website in einer guten Position bei Google erscheint.“

Eine überzeugende Website muss auf allen Endgeräten passend angezeigt werden

Technisch muss die Internetseite so aufgebaut sein, dass jeder sie im passenden Format sehen kann. „Viele Nutzer surfen mit dem i-Phone. Andere verwenden ein Tablet – und einige sitzen immer noch am heimischen PC, um zu recherchieren“, erläutert Fratzscher. Er fügt hinzu: „Diese Voraussetzung erfüllen unsere Websites natürlich auch.“

Was kostet eine vorgefertigte Website bei der WSO Web.Systems GmbH?

Für den Basistarif beispielsweise entsteht eine monatliche Grundgebühr, die das Portemonnaie wenig belastet: 79,- Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Allerdings ist immer auch die Laufzeit mit zu bedenken. Diese ist unbefristet. Der Vertrag kann jederzeit mit einer Frist von einem Monat zum Quartalsende gekündigt werden. Wer seine Website an eigene Wünsche anpassen lassen und Zusatz-Marketingleistungen buchen möchte, kann einen Smart-Tarif (189,- Euro plus MwSt.) oder die Premium-Variante wählen. Letztgenannter ist ein Angebot, das an die Anforderungen des Kunden angepasst ist. (Birgit Lutzer)

Kommunikation 4.0 baut Grenzen im Kopf ab

Kommunikation 4.0

Um Kommunikation 4.0 ging es am 18. und 19. März auf der Jobmesse in Oldenburg. Dieses Thema griff der REFA Nordwest-Regionalverband Weser-Ems an seinem Stand auf. Vorstandsmitglied Rainer Fritz (2. von links) lud hochkarätige Wirtschaftsvertreter ein, um mit ihnen über 4.0 zu diskutieren. Mit dabei waren der Personalleiter der BÜFA GmbH & Co. KG, Rainer Krause (rechts), und Joachim Wenke, Geschäftsführer Scan-Service Centrum Nord-West (links). Unter den Fragen von Moderatorin Dr. Birgit Lutzer (2. von rechts) kam eine lebhafte Diskussion zustande, der auch eine Reihe Messebesucher interessiert lauschte.

Kommunikation 4.0 verbindet das digitale Netzwerk

Kommunikation 4.0Einig waren sich die drei Experten, dass die Digitalisierung neben technischen auch kommunikative Herausforderungen mit sich bringt. BÜFA-Personalchef Rainer Krause (Mitte) etwa betonte die Bedeutung digitaler Techniken für das virtuelle Zusammenwirken multikultureller Teams rund um den Globus. Krause: „Als Chemieunternehmen sind wir weltweit aufgestellt. Deshalb sind an den Arbeitsplätzen Offenheit, Toleranz und interkulturelles Lernen gefragt – mal ganz abgesehen von Fremdsprachenkenntnissen.“

Kommunikation 4.0 – Führungskräfte müssen die Mitarbeiter abholen

Kommunikation 4.0REFA Nordwest-Regionalverbands-Vorstand Rainer Fritz nahm Bezug auf eine weit verbreitete Fehlannahme in Firmen. „Die Entscheidungsträger glauben, mit Einführung der neuen Technologie sei die Arbeit getan.“ Damit 4.0-Prozesse jedoch richtig liefen, seien anders qualifizierte Mitarbeiter gefragt. „Sie müssen das technische Hintergrundwissen mit kommunikativen Kompetenzen verbinden. All das ermöglicht eine REFA-Weiterbildung. Außerdem sollten sich die Führungskräfte bemühen, ihre Belegschaftsmitglieder für die Neuerung zu gewinnen. „Sie müssen die Leute da abholen, wo sie in Hinsicht auf ihren Kenntnisstand und ihre emotionale Befindlichkeit stehen.“

Kommunikation 4.0 sollte bei Laien in Alltagssprache erfolgen

Kommunikation 4.0Speziell auf die Experten-Laienkommunikation ging Joachim Wenke in seinen Beiträgen ein. Mit seiner Firma Scan-Service Centrum Nord-West hat er sich auf das „papierlose Büro“ bzw. die Digitalisierung von Informationsträgern spezialisiert. „Um Mitarbeitern die Angst vor neuen Technologien zu nehmen, müssen sich Fach- und Führungskräfte Zeit nehmen.“ Statt Fachchinesisch seien Erklärungen in Umgangssprache gefragt. Und er forderte: „Die Zeit, die die Firma durch 4.0-Technologien einspart, sollten die Führungskräfte nutzen, um sie sinnvoll mit den Mitarbeitern zu verbringen.“ (Birgit Lutzer)

Verschwendung ade: Pizza backen mit REFA

VerschwendungVerschwendung lauert überall. Und dagegen gibt es ein Mittel: In REFA-Weiterbildungen erhalten die Teilnehmer Tipps, mit denen sie ihren Alltag verbessern können. In der Firma und auch privat. Denn die Vergeudung lauert immer in denselben Ecken. 

Die sieben kritischen Bereiche sind Überproduktion, überflüssige Bewegungen, Wartezeiten, Transporte, Übererfüllung, Falsche Bestände und Fehler. Verschwendung lässt sich gut am Pizza-Backen erklären.

Wer soll das alles essen? Überproduktion

Backen Sie Pizza für Ihre Geburtstagsparty, sollte die Menge an die Gäste angepasst sein. Stellen Sie zu viel her, haben Sie ein Problem. Denn Pizza schmeckt nur frisch. Also wandert der Rest in die Tonne. Etwas Ähnliches passiert in Firmen. Wird zu viel produziert, versperrt die Ware den Weg. Sie muss eingelagert werden. Oder entsorgt, wenn es sich um verderbliche Produkte handelt.

Von hinten durch die Brust ins Auge: Überflüssige Bewegungen

Fertigen Sie zum allerersten Mal in Ihrem Leben eine Pizza in Eigenregie, läuft alles etwas holperig. Sie müssen den Teig mühsam ausrollen. Oh, da ist noch eine Beule! Sie müssen nachbessern. Ganz anders in der Pizzeria „Alfonso“. Da läuft alles am Schnürchen. Der Teig fliegt aus den Händen des Küchenchefs durch die Luft und landet als Fladen auf dem Backblech.

Däumchen drehen: Wartezeiten

Hefeteig muss gehen, bevor er weiterverarbeitet werden kann. Dieses Phänomen sollten Sie einplanen und ihn zwei Stunden vor dem Belegen erstellen. Sonst müssen Sie warten – und Ihre Gäste auch. Auch in Unternehmen entstehen durch schlechte Planung Wartezeiten, in denen die Leute zwangsweise Däumchen drehen müssen.

Zickzack-Kurs: Verschwendung durch Transporte

Stellen Sie sich vor, Sie hätten die Zutaten für die Pizza an verschiedenen Stellen gelagert. Und Sie wüssten nicht auf Anhieb, wo die Knethaken für den Teig dieses Mal liegen. Sie wandern hin und her, bis Sie alles zusammen haben. Auch in Firmen entstehen durch ungeschickte Anordnung von Geräten und Produktionsmitteln überflüssige Wege.

Viel hilft nicht immer viel: Übererfüllung

Eigentlich reicht es, den Käse über die Pizza zu streuen. Dann können Sie alles in den Backofen schieben. Doch wenn Sie den Käse auch noch festdrücken, bringt das nichts. Denn er zerläuft sowieso. Sie machen einfach zu viel des Guten. In Betrieben werden bei der Produktion auch oft Handlungen vollzogen, die überflüssig sind. Denn sie tragen nicht zu einer Verbesserung des Ergebnisses bei. Was nicht steigert, stört.

Zu viel Hefe gekauft: Falsche Bestände

Durch das Pizza-Rezept ist festgelegt, welche Menge an Zutaten Sie benötigen. Wenn Sie viel zu viel Tomatensauce kaufen, bleibt eine Menge übrig. Und wenn Sie sich mit dem Mehl verschätzen, müssen Sie vielleicht zur Nachbarin gehen, um sich eine Tüte auszuleihen. Dagegen hilft nur der richtige Umgang mit dem Taschenrechner. In Firmen gibt es ebenfalls einen optimalen Bestand im Lager. Der sollte genau an den Produktionsprozess und an den Bedarf der Kunden angepasst sein.

Zucker im Teig und andere schlimme Fehler

Wenn Sie statt Salz Zucker in den Pizzateig kneten, müssen Sie  noch mal von vorne anfangen. Je später Sie es bemerken, desto schlimmer (und teurer) wird es. Denn dann haben Sie vielleicht schon Tomaten, Pilze und Käse aufgelegt. Die wandern dann mit in die Mülltonne. Und merken es erst Ihre Gäste beim ersten Biss, hilft nur noch der Pizza-Service „Alfonso“. Kostenpflichtig natürlich. Wird ein Produkt hergestellt, gilt das gleiche Prinzip. Je später der Patzer auffällt, desto höher sind die Beseitigungskosten.

In diesem Sinne: Guten Appetit bei Ihrer nächsten selbst gebackenen Pizza! (Birgit Lutzer)

Pressearbeit bringt Sie ins Gespräch

PressearbeitPressearbeit ist Teil des Content-Managements. Und Sie befolgen damit den Grundsatz „Tu Gutes und sprich darüber.“ Wenn Sie Produkte der Spitzenklasse vertreiben, teilen Sie es der Welt über Medien mit.

Auch dann, wenn es um Ihre Arbeitgeber-Attraktivität geht, ist Pressearbeit gefragt. Denn wenn ein Bericht in der Zeitung, im Radio oder im Fernsehen erscheint, ist er besonders glaubwürdig. Mehr als Anzeige, die die meisten Menschen als „Werbung erkennen. Zudem wird Ihre Firma vor Ort und überregional bekannt – auch bei Leuten, die (noch) nicht direkt zu Ihren Kunden gehören.

Pressearbeit am besten beginnen, bevor es nötig ist

Problematisch wird es für ein Unternehmen, wenn es eine „negative Presse“ hat. Beispiel: In einer Druckerei läuft giftige Farbe aus. Und die sickert ins Grundwasser. Der Chef ist nicht versiert im Umgang mit Journalisten. Deshalb lehnt er eine Stellungnahme ab. Das Ergebnis: Die Druckerei wird als schlampig und ihr Boss als skrupelloser Umweltsünder dargestellt. Als Folge verliert die Druckerei wichtige Kunden. Zahlreiche verärgerte Bürger rufen an. Mit professioneller Pressearbeit wäre die Berichterstattung möglicherweise positiver ausgefallen!

Pressearbeit – was in Redaktionen abläuft

Die Zielgruppe Ihrer Pressearbeit sind Journalisten. Deshalb schauen wir zunächst hinter die Kulissen einer Redaktion. Der Arbeitsalltag dort ist von Hektik geprägt. Viele Medienvertreter/innen  hetzen von Termin zu Termin. Im E-Mail-Postfach häufen sich Presseinformationen. Deshalb kommt es darauf an, sich mit seiner Info („Waschzettel“) positiv von den anderen abzuheben. Machen Sie den Journalisten neugierig auf Ihr Thema.

Die meisten größere Zeitungen oder auch die Programm-Abteilungen von Funk und Fernsehen sind in bestimmte Ressorts (Wirtschaft, Politik, Kultur usw.) eingeteilt. Ihre Presseinfo sollte sofort an den richtigen Bereich gehen. Ermitteln Sie durch einen Anruf, wer für Ihr Anliegen zuständig ist. Erklären Sie kurz (!), um was es geht. ragen Sie, ob Sie die Info per Mail zuschicken dürfen. Tipp: Das „Bombardement“ der Medien mit unnötigen oder langweiligen Presse-Infos bewirkt das Gegenteil – nämlich den Gedanken „Ach – Firma X nervt schon wieder!“.

Koppelgeschäfte zwischen Anzeige und Beitrag – nicht erlaubt und trotzdem verbreitet

Bei vielen Medien ist ein Bericht an das Schalten einer größeren Anzeige gekoppelt. Manche Redakteure sind bei guten Anzeigenkunden sehr viel aufgeschlossener für einen redaktionellen Bericht. Das liegt daran, dass die Zeitungen von Anzeigenkunden leben. Wenn Sie sich gegen ein Inserat entscheiden, sind Thema und Aufmachung der Presse-Info besonders wichtig. Ein Hinweis zu Berichten aus Presseterminen: Die Reporter sind nicht verpflichtet, den Artikel vor Abdruck einem Interview-Partner zukommen zu lassen. Die Frage danach kann sehr negative Stimmung erzeugen. Auf eine höfliche und vorsichtige Bitte mit dem Zusatz „Ich weiß ja, dass es nicht üblich ist …“ werden die meisten Medienvertreter positiv reagieren. Bei sehr komplizierten Sachverhalten oder Interviews können Sie dies auch vorher klären. (Birgit Lutzer)

Checkliste zum Download: Zehn Tipps für Ihre Fachpressearbeit bei unserem Partner-Portal

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